Wo Koch- und Sprachkunst 

zueinander finden.  - "Wiener Schnitzel & Wiener Schmäh" am 12.01.20 ist ausverkauft.


Rundbrief Januar 2020


Montagsgerichte finden Sie hier.


Guten Tag, sehr verehrte Damen und Herren,

 „Die guten Wünsche zum neuen Jahr kommen mit dem nächsten Rundbrief“, haben wir im Dezember geschrieben. Hier sind sie:

Wünsche an das neue Jahr

Wünsche an das neue Jahr
Du neues Jahr sei ein Jahr des Lichtes,
der Liebe und des Schaffens.
Bringe den Menschen die Krone des Lebens
und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein.

Setze dem Überfluß Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Gib allem Glauben seine Freiheit
und mache die Freiheit zum Glauben aller.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner dagegen an ihr erstes.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.

Gib den Regierungen ein besseres Deutsch
und den Deutschen bessere Regierungen.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Gib den Gutgesinnten
eine gute Gesinnung;
lasse die Wissenschaft
Wissen schaffen.

Und lasse die, die rechtschaffen sind,
auch Recht schaffen,
Lasse uns nicht vergessen,
daß wir alle von Gottes Gnaden sind
und daß alle allerhöchsten Menschen Demokraten waren.

Gib unserem Verstand Herz
und unserem Herzen Verstand,
auf daß unsere Seele schon hier selig wird.
Sorge dafür, daß wir alle in den Himmel
kommen - aber noch lange nicht!


Niemand weiß, wer diese klugen Zeilen in den Jahren um 1860 geschrieben hat. Mal werden sie einem mecklenburgischen Dorfpfarrer zugeschrieben, der sie in einer Neujahrspredigt verwendet hat. Einer anderen Quelle zufolge sind sie in der „Bergischen Volkszeitung“ erstmals erschienen. Aus Münster kommt die Behauptung, der schriftstellerisch begabte Pfarrer Hermann Josef Kappen (1818-1901) habe einen bereits 1854 im „Komischen Volkskalender“ erschienenen Text von Adolf Glaßbrenner (1810-1876) benutzt und als sein eigenes Werk ausgegeben. Ein Plagiat also.

Wie dem auch sei: Wir halten diesen gut 150 Jahre alten Text immer noch für sehr aktuell und wünschen Ihnen allen von Herzen, dass Sie das Jahr 2020 so erleben, wie Kappen und Glaßbrenner es gewünscht haben.

 Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

 Jetzt mögen Sie vielleicht denken: „Die spinnen in der Luitpoldstraße.“ Nein, geehrte Damen, Herren und Diverse, tun wir nicht. Aber die ersten Weihnachts- und Betriebsfeiern fanden bei uns schon im November statt und im Dezember – viele von Ihnen haben es registriert – war manchmal das ganze Haus ausgebucht. „Geschlossene Gesellschaft“ stand dann auf unseren Tafeln.

In diesem Jahr haben wir eine neue Erfahrung gemacht: Es gibt dieses Mal sehr viele „Wiederholungs-täter*innen“ und mehrere Abende im Dezember 2020 sind jetzt schon blockiert. Das ist fast wie an Silvester, wenn wir in den ersten Stunden des neuen Jahres die ersten Reservierungen für die nächste Jahresend-Gala in unser Buch eintragen können. Das freut uns natürlich. 

Unsere Bitte richtet sich besonders an Menschen, die die Festivitäten organisieren. Wenn Sie vorhaben, uns im nächsten Jahr mit Ihrem Team oder Ihrer Belegschaft zu beehren, scheuen Sie sich nicht, schon jetzt zu - klicken sie ruhig auf das folgernde Wort - anzufragen und zu reservieren.

Manche Gäste haben sich wegen des vollen Kalenders im Dezember für eine Jahresfeier im Januar entschieden. Auch das kann eine schöne Alternative sein. Oder – ja, wir wissen, wir sind früh – ein Besuch in unserer Hütte auf dem Altstadtfest im September.

15.1.2020, 20 Uhr Lesung mit Eugen Ruge 

 Begeistert hat uns Eugen Ruge schon 2011 bei der Lesung aus seinem literarischen Debüt „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, für das er mit dem Deutschen Buchpreis und dem Döblin-Preis ausgezeichnet wurde. An diesen auch international sensationell erfolgreichen Roman knüpft er nun an – mit einem der dramatischsten Kapitel seiner Familiengeschichte und den ebenso aufwendigen wie abenteuerlichen Recherchen: „Metropol“ führt ins gleichnamige Moskauer Luxushotel, wo während Stalins „Großem Terror“ die beim Regime in Ungnade Gefallenen im Arrest waren – wie 1936 bis 1938 Eugen Ruges Großmutter, die Geheimagentin war und den Rest ihres Lebens kein Wort darüber verlor. „Die Themen Überwachung, bewusst gestreutes Misstrauen und die Frage, wer darüber bestimmt, was Wahrheit ist, sind heute aktueller denn je. Mit „Metropol“ hat Eugen Ruge ein ergreifendes, ein wichtiges Buch geschrieben“ (MDR)

Für Lesungen ist aus organisatorischen Gründen leider keine Online-Reservierung möglich.

Kartenvorverkauf bei uns im Café-Restaurant Literaturhaus, Abendkasse und Einlass: ab 18.30 Uhr am 15.1.

Vor der Lesung bietet Bernd Rings ausgewählte Köstlichkeiten.

Anmeldung zum elektronischen Rundbrief

Wenn Sie sich hier zum elektronischen Rundbrief (neudeutsch „Newsletter“) anmelden, haben Sie die Chance, einen Sonn-, Feiertagsbrunch incl. Getränken im Gesamtwert von ca. 50,00 € zu gewinnen. 

Den Gutschein aus dem November hat Frau Karin Vielberth aus Nürnberg gewonnen. Glückwunsch an dieser Stelle. Den Gutschein haben wir am 30.12.19 versandt.

Wie immer bitten wir Sie rechtzeitig, vor allem zum Sonntagsbrunch, denn der ist immer rasch ausgebucht. Eine frühe Reservierung hat zwei Vorteile: Wir können Ihnen - erstens - die besten Plätze anbieten und - zweitens uns länger auf Sie freuen. Reservieren können Sie hier.