Rundbrief – 2015 / März

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Rundbrief – 2015 / März

März 1, 2015
Restaurant im Literaturhaus
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Sehr geehrte Damen und Herren,

viele von Ihnen haben es bereits bemerkt. Unsere Internetseite wird gerade umgebaut. Wir wollen sie moderner und lesefreundlicher gestalten. Noch ist nicht alles vollständig, aber wir hoffen, dass wir im Lauf des Monats März wieder alle Ihnen vertrauten Inhalte darstellen können, u.a. unsere Speisekarte und unsere Vorschläge für Veranstaltungen. Unsere Rundbriefe werden wir so gestalten, dass wir Sie persönlich ansprechen können. Über die Hälfte unserer E-Mail-Empfängerinnen und –Empfänger haben uns ihre Namen schon mitgeteilt. Vielen Dank dafür.

Diejenigen, die das noch nicht getan haben, bitten wir auf diesem Weg noch einmal sehr herzlich darum. Benutzen Sie einfach die Antwortfunktion Ihres Mailprogramms. Aus technischen Gründen können wir immer nur eine Empfängerin oder einen Empfänger in die Liste nehmen.

Sie haben es auf den ersten Blick gesehen: Wir bringen im März wieder jeden Montag – und immer nur an diesem Tag – Spezialitäten auf den Tisch: mit Zutaten, die typisch für den Monat sind. Die Wintergemüsesorten wie Rote Bete und Weißkraut gehen langsam zur Neige, Frühjahrsgemüse und -kräuter bereichern endlich wieder die Küche: unter anderem junger Spinat, Schalotten und frischer Bärlauch. Und wir erzählen Ihnen heute ein bisschen, wie wir die einzelnen Zutaten verwenden. Gute Köche haben nämlich keine Geheimnisse.

 2015-03-02_Schalotten

Montag, 2. März: Geflügelleber in Rotweinsoße mit Schalotten

Schalotten, auch Eschalotten oder Askalonzwiebel genannt, sind die kleineren Schwestern der üblichen Haushaltszwiebel. Sie schmecken milder, ihr Aroma ist dezenter, und beim Schneiden freut man sich, dass sie weniger tränentreibend sind als ihre größeren Artgenossinnen. Im März, April beginnt man sie frisch zu ernten.

Wir vierteln die Schalotten, braten sie zusammen mit Rosmarin im Bratensatz der Geflügelleber an. Dann karamellisieren wir sie und löschen mit ein wenig Aceto balsamico und Rotwein ab. Das alles wird sorgfältig reduziert und mit der Leber vermischt. Das Resultat ist eine köstlich schmeckende, dunkel gefärbte Speise, zu der nur eine Beilage passt: hausgemachter Kartoffelstampf. Ein kleiner Gurkensalat, leicht säuerlich mit Creme fraîche angemacht, rundet die Mahl-zeit ab.

Preis: 11,50 €.

 

Montag, 9. März: Saiblingsfilets mit Rote Bete

Die Rote-Bete-Saison endet im März. Nutzen Sie die Gelegenheit und genießen das eisen- und vitaminreiche Wintergemüse noch einmal bei uns. Es ist reich an Folsäure, sein roter Farbstoff, das Betanin, färbt nicht nur Heringssalat tiefrot, sondern stärkt das Immunsystem und kann vor Infekten schützen.

Wir garen die Rote Bete langsam, geben Zitrone und Sahne hinzu, so dass eine sämige, hellrote Soße entsteht, in der der süßerdige Rote-Bete-Geschmack hervorragend mit der Säure der Zitrone harmoniert. Dazu braten wir Ihnen zwei Saiblingsfilets.

Saiblinge sind Süßwasserfische, kommen aus der Familie der Lachse, enthalten auf 100 g nur 2 g Fett, aber 19 g Eiweiß. Und bei 96 Kalorien je 100 g braucht niemand sich Sorgen um seine Figur zu machen. Wir komplettieren das Gericht mit kleinen Kartoffeln.

Preis: 12,80 €

2015-03-09_Saibling

 

2015-03-16_Speckknödel

Montag, 16. März: Speckknödel mit Zwiebelschmelze auf Kraut

Mit Kraut (s.O.) meinen wir Weißkohl. Er ist die Kohlsorte, die in Europa am häufigsten angebaut wird. Man bekommt ihn inzwischen das ganze Jahr über. Im Frühjahr aber sind seine Blätter besonders zart und im Geschmack mild.

Den Kohl dünsten wir zusammen mit Knoblauch, Zwiebeln, Wein und Fond. Nicht zu vergessen: eine kräftige Prise Zucker. Aus Zwiebeln und Butter bereiten wir eine goldbraune Schmelze zu.

Für die Speckknödel verwenden wir mageren, knusprig gebratenen Speck, und wir würzen sie herzhaft mit Petersilie, Majoran und Muskat. Wir legen sie auf das Krautbett“ und übergießen sie mit der Zwiebelschmelze.

Preis: 9,50 €

 

Montag, 23. März: Roulade mit Spinat und Serranoschinken

Kennen Sie Popeye, den Seemann? Diese Comicfigur war vor dreißig, vierzig Jahren Vorbild für Millionen Kinder (und Eltern) in der westlichen Welt. Ihr Schöpfer, der Amerikaner Elzie Segar, ließ Popeye Unmengen Spinat vertilgen. Er wollte groß und stark werden, und die Kinder sollten es ihm nachmachen. Die einen haben’s gemocht, die anderen nicht, und sicher sind vor der grü-nen Pampe schon Milliarden Tränen vergossen worden. Das lag am Eisenmythos, der dem Spinat heute noch anhaftet. Über Jahrzehnte hinweg glaubte man, im Spinat sei die zehnfache Menge an Eisen enthalten, wie es tatsächlich der Fall ist: 3,5 mg auf 100g. Weil Eisen blutbildend und wachstumsfördernd ist, haben Eltern ihren Nachwuchs immer wieder genötigt, den unge-liebten Brei zu verzehren.

Im Lauf des Lebens verändert sich der Geschmack der meisten Menschen. Es gibt kaum Erwach-sene, die Spinat nicht mögen, sei es als Püree, Blattspinat oder Salat. Ab März wird Spinat frisch geerntet. Wir kredenzen ihn weder als Gemüse noch als Salat, sondern zusammen mit Serrano-schinken als Zutat in einer ganz besonderen Spezialität: in einer sanft gegarten Rinderroulade. In die Füllung packen wir noch getrocknete Tomaten und Pinienkerne, die Soße verfeinern wir mit etwas Honig und Chili – und der Geschmack ist perfekt.

Dazu gibt es Bandnudeln und einen gemischten Salat.

Preis: 13,50 €.

2015-03-23_Roulade

 

2015-03-26_Krautwickel

Donnerstag, 26. März: Krautwickel –nur auf Vorbestellung

Der Februar hat’s bewiesen: Speisen der Nordlichter haben auch in Nürnberg große Chancen, gekocht und genossen zu werden. Das Echo auf unser Grünkohl-Angebot war überwältigend. Wir haben uns sehr darüber gefreut.

Früher, in unserer Berliner Zeit, haben wir zu Kohlrouladen“ eingeladen. In Braunschweig hätten wir Kohlrolle“ geschrieben, hier schreiben wir, wie jeder normale Mensch auch, Krautwickel“. Das ist kein Essen, das man sich eben mal schnell zu Hause kocht. Dafür ist es zu aufwändig.

Wir nehmen Ihnen die Arbeit gern ab und werden die Krautwickel ganz traditionell zubereiten: Appetitlich groß, mit gemischtem Hack, Speck, Zwiebeln, Kümmel, Majoran, und wir werden sie sorgfältig wickeln. Beim kräftigen Anbraten werden wir darauf achten, dass sie schön dunkel werden und Röststoffe annehmen – die geben den unvergleichlichen Geschmack. Dazu reichen wir Salzkartoffeln und eine Speck-Zwiebelsoße.

Zum Schluss können Sie sich über einen kleinen, feinen Schokoladenpudding, gekocht nach Omas Art, freuen.

Weil die Herstellung viel Zeit erfordert, bitten wir Sie, bis spätestens 22. März zu reservieren.

Preis: 9,50 €

 

Montag, 30. März: Bärlauch-Fischbulette

Bärlauch gehört zu den beliebtesten Frühjahrskräutern. Die Blätter des wilden Knoblauchs, wie er auch genannt wird, müssen vor der Blüte im Mai genossen werden. Sonst schmecken wie bitter. Sie duften intensiv nach Knoblauch, schmecken aber weniger scharf als dieser. Meistens verwendet man Bärlauch roh in Dips, Salaten oder in Pesto. Wir weichen davon ab und arbeiten ihn ein feine Buletten –nein, nicht Fleischküchle! aus Seelachs ein.

Der Seelachs kommt aus MSC-kontrollierten Beständen. Sie erinnern sich: In einem unserer frühe¬ren Rundbriefe haben wir ihnen vom Marine Stewardship Council berichtet, der großen gemeinnützigen Organisation, die in den letzten Jahren Standards für nachhaltige Fischerei entwickelt und einen großen Beitrag zum Erhalt der Fischbestände geleistet hat.

Sie werden eine leichte Mahlzeit genießen, fein gewürzt und doch mit Pep: Ein bisschen Chili darf nicht fehlen. Dazu servieren wir einen lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat.

Preis: 9,50 €.

2015-03-30_Bärlauch


 

Vorankündigungen

Vorankündigung: Osterbuffet am 5. und 6. April

Gestatten Sie uns schon jetzt einen kleinen Hinweis auf unser großes Osterbuffet am Sonntag, dem 5. und Montag, dem 6. April, jeweils von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr. Die ersten Reservierungen haben wir schon eintragen dürfen.

Unter anderem können Sie folgende besonderen Delikatessen erwarten:

  • • Kresseschaumsuppe
  • • Frischkäseterrine mit Schnittlauch und Nüssen
  • • Frühlingssalate in kleinen Gläschen
  • • Lammbraten aus der Keule, frisch aus dem Ofen
  • • Lachsklößchen in einer Petersiliensoße
  • • Eierlikörcreme
  • • Osterbrot

Das ist nur eine kleine Auswahl. Endgültig stellen wir das Buffet erst kurz vorher zusammen mit Zutaten, die wir frisch auf dem Markt für Sie finden.

Im Preis von 24,50 € je Person sind Tafelwasser, Orangen- und Apfelsaft (ohne Boden)“ enthalten.

2015-04-05_Osterbuffet


 

Lesungen im März

4. März, 20.00 Uhr: Arno Geiger, Lesung aus ?Selbstporträt mit Flusspferd“

Arno Geiger war der Erste, der mit dem Deutschen Buchpreis“ geehrt wurde – für ?Es geht uns gut“. Aus dem Drei-Generationen-Epos hat er 2006 im Literaturhaus gelesen, 2010 aus Alles über Sally“. Nun stellt er bei uns seinen druckfrischen Roman Selbstporträt mit Flusspferd“ vor: eine Geschichte vom Jungsein und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens, von den Verwirrungen der Liebe und der Suche nach dem richtigen Platz in der Welt. In diese Sommer-geschichte über den 22-jährigen Julian lässt der Autor viele eigene Erfahrungen einfließen. Ein wunderbar vielschichtiges Buch, das an die eigene Jugend erinnert – und die Situation junger Leute in unserer Zeit reflektiert.

20. März, 20.00 Uhr: Dr. Reiner Stach, Lesung aus Kafka. Die frühen Jahre“

Ein Meilenstein der Literaturgeschichte: Insgesamt 18 Jahre hat Reiner Stach an seiner Trilogie über Leben und Werk des Jahrhundert-Schriftstellers Franz Kafka gearbeitet. Jetzt hat er es voll-endet mit Kafka. Die frühen Jahre“. Lebendig werden lässt er die bewegte Zeit in Prag 1883 bis 1911, als Kafka in einer jüdischen Familie aufwuchs, sein Sprachtalent entdeckte, studierte und erste Berufserfahrungen sammelte.

Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann“, lobt Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész. Stach ist für den Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Für Lesungen ist aus organisatorischen Gründen keine Reservierung per Mail möglich.

Zu den Lesungen bietet Literaturhaus-Küchenchef Bernd Rings abgestimmte Gerichte.


Die kleine Bitte am Schluss

Wie immer bitten wir Sie: Reservieren Sie rechtzeitig. Dann können wir Ihnen – erstens -die besten Plätze freihalten und uns -– zweitens -– länger auf Sie freuen.

Mit besten Grüßen aus der Nürnberger Luitpoldstraße

Bernhard Rings, Jörg Schuster
und das gesamte Team

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