Gefüllte Paprikaschoten (Mo., 21. März)

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Gefüllte Paprikaschoten (Mo., 21. März)

März 3, 2016
Restaurant im Literaturhaus
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Weil’s arbeits- und zeitaufwändig ist, bereiten viele das Hausgericht nicht mehr zu. Fast hätten wir geschrieben „altes Hausgericht“, aber alt ist es nicht. Gestatten Sie dem Geisterschreiber (ghostwriter) dieses Rundbriefs ein paar persönliche Anmerkungen und Erinnerungen:

Montag, 21. März: Gefüllte Paprikaschoten

Obwohl das Nachtschattengewächs als Nährpflanze eine sehr lange Geschichte hat – in Südamerika und später in Ungarn –, gibt es Paprika in Deutschland erst seit den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ungarn und Donaudeutsche aus der Batschka, die ab November 1956 nach dem Volksaufstand vor der neu- bzw. wieder errichteten stalinistischen Diktatur geflohen waren, züchteten die ersten Pflanzen aus mitgebrachten Samen. Pfälzer Bauern kauften ihnen Samen ab und kultivierten Paprika erstmals auf Freiflächen. Im geschützten Klima der Oberrheinischen Tiefebene gedeihen die Pflanzen besonders gut. Das halbe Heimatdorf des Geisterschreibers pilgerte vor etwa 60 Jahren zu dem Acker, auf dem die glänzend roten Schoten leuchteten. Später kamen grüne hinzu, dann gelbe.

Heute ist Paprika das drittbeliebteste Gemüse der Deutschen, nach Tomaten und Gurken. Jeder Bundesbürger – vom Baby bis zum Greis – verzehrt jährlich ca. 3,6 kg. Der Geisterschreiber will mit seiner Meinung nicht zurückhalten und sie niemandem aufzwängen: Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie bereichernd Migration sein kann.

Zurück zum Montagsgericht: Den esskulturbereichernden Paprika bekommen Sie gefüllt mit Hack auf einem hausgemachten Kartoffelpüree. Darüber gießen wir eine fruchtige Tomatensoße.

Preis: 9,50 € inkl. Tagesdessert

 

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